Ablauf eines Shootings

Mein Vorschlag für den Ablauf eines Shootings

Die erste Kontaktaufnahme findet ja meist per Mail statt. Dabei sollten das Model(Du) als auch Fotograf (Ich) die Art der Bilder besprechen und erste Bildideen einbringen. Ich persönlich gehe sehr gerne auf die Ideen und Wünsche des Models ein. Das gibt meist bessere Bilder, weil Du dich in der eigens ausgedachten Situation wohler fühlst. Natürlich habe ich auch unzählige Vorstellungen wie ein Bild aussehen sollte.

Wichtig ist auch der Ort wo die Bilder gemacht werden. Das ist normalerweise ein Mietstudio oder Onlocation. Das kann Indoor (drinnen in einem Gebäude, Wohnung oder Hotel) oder Outdoor (draußen auf der Straße,Wiese, Feld, am Bach oder im Wald) stattfinden. Dadurch entstehen interessantere Bilder, die durch den vorhandenen Hintergrund eine Geschichte erzählen können. Im Studio gibt es meist nur einen einfarbigen Hintergrund. Hier kann natürlich nachträglich ein Hintergrund per Bildbearbeitung eingefügt oder mit verschiedenen Hintergrundmustern gearbeitet werden.
Wenn das „Wie“ und „Wo“ dann geklärt ist, geht es weiter um den „Wann“-Termin. Dafür würde ich gerne näheren Kontakt aufnehmen, zumindest mal zur weiteren Besprechung telefonieren, am liebsten ist mir ein persönliches Treffen. Dabei kannst Du gerne wie auch später beim Shooting eine Begleitperson mitbringen. Wichtig ist mir das die „Chemie“ stimmt. Gerne mache ich dabei einige Testbilder und wir haben ungefähr eine Vorstellung was uns erwartet.

Modelvertrag

Bevor das Shooting los geht würde ich gerne mit Dir den Modelvertrag besprechen.

Die Bezeichnung Vertrag hört sich etwas abschreckend an, aber er soll für Model und Fotograf die Bildrechte regeln. Ohne eine Regelung dürfte keiner von beiden jemals die Bilder zeigen, da das Model das Recht aufs eigene Bild hat und der Fotograf das Urheberrecht.
Normalerweise mache ich einen sogenannten kostenlosen TfP-Vertrag. Die Ursprüngliche Bedeutung aus analogen Zeiten ist Time for Prints. Dort wird festgelegt das die Bilder ohne kommerziellen Hintergrund angefertigt und verwendet werden. Also dafür das das Model posiert bekommt es vom Fotografen die Bilder. Beispielverträge gibt es viele zum Download im Internet. Hier ein Muster des Vertrages den ich verwende: Muster_TfP-Vertrag

Shooting

Das Shooting sollte möglichst ohne Stress und Hektik ablaufen. Mehr als 3 Stunden mit ausreichenden Pausen würde ich nicht machen.
Wie oben schon erwähnt kannst Du eine Begleitperson mitbringen. Gerne kann diese etwas mithelfen, z.B. einen Reflektor halten oder deine Kleidung zurecht zupfen.
Wenn keine Visagistin dabei ist müsstest Du dich auch vor Ort selber schminken können. Bei männlichen Modellen ist das nicht ganz so wichtig.
Wir sollten sehr geduldig miteinander umgehen. Wenn bei mir die Technik mal macht was sie will und nicht was ich will, heißt es „Geduld“. Genauso respektvoll würde ich vorgehen wenn mal eine Pose nicht passt.

Zwischendurch zeige ich Dir die Ergebnisse und wir überlegen was wir noch anders machen können. Wenn dann alles im Kasten ist gibt es die Möglichkeit das ich dir sofort alle Bilder unbearbeitet auf einem Speichermedium übergebe. Oder besser Du lässt mir bis zu max. 2 Wochen Zeit und ich maile Dir die die Bilder Bearbeitet zu. Das wird dann auch im TfP-Modelvertrag geregelt.
Ich hoffe ich konnte Dir meine Vorstellung eines Shootingablaufs mit mir näher bringen und wir können mal ganz entspannt ein paar schöne Bilder zusammen machen.
Kontakt per Email foto(ät)wion.de oder einfach in die Kommentare schreiben.

Die Bilder Aufgenommen im LWL-Industriemuseum in Hattingen zusammen mit dem Model Liberty Lou.

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